Was ist Yoga?
Das Wort Yoga, stammt aus der Wurzel 'yuj' (Sanskrit: योग), und bedeutet soviel wie 'anjochen, zusammenführen, anschirren, anspannen'. Es kann im Sinnne von 'Intergration' 'Vereinigung' aller Persönlichkeitsanteile verstanden werden.
Gerne dient ein Bild zur Verständigung :
'Körper und Geist werden mit einem Gespann verglichen, wo die Pferde die Sinnesorgane (die Organe der Aktion) sind, und der Geist (die mentale Funktion) die Zügel des Wagens sind; der Wagen selbst ist der Körper und der Wagenlenker ist das Individuum. Die Intelligenz stellt die Instanz, die die Richtung angibt dar.'
- Im Yoga gilt es die Sinne, somit die Pferde, zunächst wieder zu zähmen -
Unsere Sinne, und somit alles was von außen auf uns einwirkt (Klang/Töne = hören, Gerüche = riechen, Raum/Luft = fühlen, spüren, Bilder/Umwelt/Materielle Welt = sehen und das Schmecken) beeinflußen das Handeln.
In einer zunehmend schnelllebigeren Welt wie die heutige, wird immer deutlicher das diese Einflüße den Menschen von sich selber wegbringen können.
Er kommt in unkontrollierte Unruhe,was sich im Sozialverhalten, dem körperlichen Empfinden und des seelischen Ungleichgewichts bemerkbar machen kann.
Yoga setzt dort an, wo die Sinne wieder 'angeschirrt' werden, somit zunächst die scheinbare Kontrolle wiedergefunden wird. Mit Achtssamkeitsübungen, Bewusstwerdung 'Was ist'. Durch bewusstes ausführen all der vielen Übungen, kehrt zunehmend Ruhe ein. Die 'Pferde' werden gebändigt.
Als eine der sechs klassichen Schulen (Darshanas) der indischen Philisophie, handelt es sich dabei um eine Bewusstseinsschulung/ Geistestraining.
Die Intergration von Körper, Seele und Geist führt hier über eine Praxis von Yama, Niyama, Kriya, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana zu Samadhi = die Einheit.
Yama: Selbst auferlegte Verhaltensweisen
Niyama: weitergehende Kultivierung von Verhaltensweisen/Umgangsformen
Asana: körperpflegende Übungen
Kriya: Reinigungsübungen (körperlich sowie feinstofflich)
Pranayama: Atemübungen (die Prana lenken, und den Körper stärken)
Pratyahara: das Zurückziehen der Sinne von der Aussenwelt
Dharana: Konzentration, Sammlung
Dhyana: höherer Bewusstseinzustand in Meditation (reine Schau, dessen
was ist)
Samadhi: Einswerdung
Welcher Weg zur Verwirklichung dieses Ziels eingeschlagen wird, darin unterscheiden sich die verschiedenen Richtungen.
Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. In Westeuropa und Nordamerika denkt man bei dem Begriff Yoga oft nur an körperliche Übungen, die Asanas. Andere Formen von Yoga legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, die Meditation. Die philosophischen Grundlagen des Yoga wurden vor allem von Patanjali im Yoga-Sutra formuliert, auch in der Hatha Pradipika & Gherandha Samhita , sowie die Bhagavadgita und die Upanishaden informieren über Yoga.
Wozu Yoga??
Yoga ist ein System, was den Menschen als Ganzheitliches System versteht. Durch die Praxis kann man positive gesundheitliche, als auch psycho-physische Wirkungen erzielen.
Durch die Vielzahl der verschiedenen Yogastiele, ermöglicht es ein genau auf die eigenen Wünsche und Ziele abgestimmtes Programm zu üben.
Körperliche Veränderungen können sein
- Verbesserung der Beweglichkeit und der Dehnfähigkeit
- Kräftigung der Muskulatur
- Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichtssinns
- Tieferes, besseres Atmen
- Stärkung des Herz-Kreislaufsystems
- Bekämpfung von Rückenschmerzen
- Aktivierung und Stärkung der inneren Organe in Ihrer Funktion
Psycho-physische Wirkungen können sein
- Entspannung
- Abbau von Stress
- Verbesserung des Körperbewusstseins
- Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
- Ausgeglicheneres Gemüt
- stabilere Psyche
- Besserer Umgang mit schwierigen Situationen
Voraussetzung dabei ist eine regelmäßige Praxis, Geduld und Ausdauer. Einen qualifizierten Lehrer sollte man dabei regelmäßig besuchen.
Die eigene Praxis kann in Gruppen oder auch in Einzelsitzungen erfolgen. Jedoch sollte ein Erlernen nach CD oder Video nicht alleine geschehen, da schon kleine Abweichungen von der korrekten Ausführung der Übungen die Wirksamkeit erheblich einschränken, oder sogar eine Schädigung herbeiführen kann.
Was braucht man für Yoga?
Yoga ist eine geistige Übung mit körperlichen Elementen, die wenig, außer der eigenen Motivation, Zeit und fachkundiger Anleitung, braucht. Fast alle Yogastile kommen ohne Geräte aus. Bei
manchen Übungen sind Gurte, Blöcke und spezielle Stützvorrichtungen hilfreich (siehe Stile) .
Die Grundausstattung, die Sie anschaffen könnten, wenn Sie mit Yoga beginnen wollen, ist dementsprechend auch recht überschaubar:
Yogamatte
Hier ist wichtig, für welchen Yogastil Sie sich entschieden haben. Bei bewegungsintensiven Stilen, wie z.B. Ashtanga Yoga, benötigen Sie eine rutschfeste Matte.
Für eher ruhigere, meditativere Yogastile, wie viele klassische Hatha Yoga Stile, ist eine Schafsfellmatte geeignet.
Sitzkissen/Bänkchen
In so ziemlich jedem Yogastil ist das Element von Pranayama (Atemnübungen) und Meditation enthalten. Um sich dort gut, angenehm und stabil in einen aufrechten Sitz (Fersen-, oder Schneidersitz) einrichten zu können, benötigen Sie ein Sitzkissen. Dieses sollte fest, aber nicht hart sein. Ideal sind mit Dinkelspelz gefüllte Meditationskissen. Es gibt auf Sitzbänkchen aus Holz.
Bekleidung
Hier können Sie mit üblicher Sportbekleidung nichts verkehrt machen. Für die Entspannungsphase, Pranayamaübungen oder Meditation ist es evtl. von Vorteil sich zusätzlich dickere Socken einzupacken.
Decke
Viele Teilnehmer schätzen es sich in der Entspannungsphase mit einer Decke zudecken zu können. Hier reicht eine einfache Fleece-, oder Wolldecke.
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