Stile


Hier finden Sie Yogastile in alphabetischer Reihenfolge.

Es wird kurz umrissen was diesen Stil ausmacht.

Finden Sie Ihre eigene Übungsweise oder eventuell eine Kombination verschiedener Wege.

 

Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Yogastile, welche ich nicht selber praktiziere und somit nicht kenne, werden lediglich umschrieben, ggfs.

Beschreibungen übernommen. 

 

 

 

Anusara-Yoga

Begründer ist der Amerikaner John Fried, im Jahr 1997

'anusara' in seiner Wortbedeutung heißt - mit dem Fluss gehen, dem Herzen folgen-

Es wird mit dem klassischem Hatha Yoga, die Elemente der modernen Biomechanik und der tantrischen Philosophie verknüpft. John Fried war lange Schüler von B.K.S Iyengar. Ziel ist eine freudvolle, dem Herzen folgende Yogapraxis.

 

Ashtanga Yoga

Wiederentdeckte Schriften aus der Universitätsbibliothek in Kalkutta, lassen vermuten das es sich um eine fast Jahrtausende alte Yogaform handelt. Begründer sind T. Krishnamacharya und K. Pattabhi Jois.

Hier wird eine kraftvolle, dynamische Asanapraxis, im Rhytmus der eigenen Ujjayi-Atmung und mit Ausrichtung des Blickes aus die Drishtis praktiziert. Dabei sind die Abfolgen genau festgelegt, werden mit Sprüngen verbunden und folgen immer dem gleichen Ablauf.

 

Bhakti Yoga

Yoga lernt selbstloses Handeln, ohne eigene Erwartung an etwas oder jemanden zu stellen. Sich dem göttlichen Geschicken hingeben und Urvertrauen entwickeln, dass es eine größere Macht (göttliche?) gibt als unser Verstand begreifen mag. Die Erfahrung von Vollkommenheit, Liebe und Hingabe.

 

Bikram Yoga

Begründer ist der Yogameister Bikram Choudhury.

Die Praxis von 24 Hatha Yoga Übungen und 2 Pranayama Übungen findet, bei einem auf 38 Grad geheiztem und mit 40 % Luftfeuchtigkeit angereicherten, Raum statt. Ein sportlicher und fordernder Yogastil, der durch Schwitzen den Körper entgiftet, flexibilisiert und die physische Körperkraft stärkt. 

 

Hatha Yoga

Hatha Yoga stellt die Grundlage für so ziemlich jede 'neuzeitliche' Yogaform dar.

Entstanden aus der Tradition des Tantra, bei dem der Körper bejaht wird und gefördert. Somit entwickelten sich hier zahlreiche Asanas (Körperübungen,- stellungen). Schriften wie die Hatha Pradipika, Gherandha Samhita, Siva Samhita etc. geben tiefe Einblicke in die gesamte Praxis des Hatha Yoga. Hier ist der Körper als Gefäß der Geistes verstanden, der gestärkt werden muss, um auf geistiger, spiritueller Praxis voranschreiten zu können. Ziel ist jedoch nicht der perfekte Körper, sondern die Meditation (Raja Yoga) und der Weg hin zur Einswerdung, der Erweckung der Urkraft (Kundalini) und somit die Erleuchtung.

  

Intergraler Yoga

Begründer gen. Aurobindo oder Sri Aurobindo (1872 - 1950)

Integral bedeutet wörtlich, etwas zur Ganzheit zu führen.

So geht es Aurobindo darum, Person und Seele, Mentales und Supramentales, Welt und Gott zur Ganzheit zu verschmelzen. Grundlage ist die Selbst-Erkenntniss, daß in Wahrheit alles göttlich und heilig ist. Das Kennzeichen dieses Yoga ist das Erreichen all dieser Zustände in Geist, Leben und Körper.

 

Zitat nach Wikipedia: 'Es handelt sich nicht um eine Form des Yoga mit fest definierten Übungen wie im Hatha Yoga oder im Raja Yoga. Wesentlicher als Asanas ist nach Aurobindo die vollkommene Hingabe, in der der Übende alle seine Handlungen, Worte und Gedanken dem Göttlichen widmet. Dieser Yoga heißt integral, weil die traditionellen Disziplinen Jnana Yoga,Karma Yoga und Bhakti Yoga  miteinander verknüpft werden, wie Aurobindo es in der Synthese des Yoga beschreibt. Integral sei er aber auch deshalb, weil er die Welt nicht ablehnt oder überwinden will, sondern sie mit dem Göttlichen zu durchdringen sucht.

 

(Man muss hier unterscheiden zu dem, auch integraler Yoga genannten Weg, von Swami Satchidananda , der in der zweiten Hälfte des 20. jahrhunderts vor allem in den USA sich verbreitete)

 

Iyengar Yoga

Begründer ist B.K.S. Iyengar, geb. 1918

B.K.S. Iyengar litt in frühen Jahren an schweren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und Thyphus. Mit 15 Jahren wurde er Schüler von seinem Schwager, des Yogis Sri T. Krishnamacharya in Mysore, und lernte dort die Asanas. Sein Gesundheitszustand verbesserte sich zusehends und er wurde schließlich gänzlich geheilt. Er studiert nun sein gesamtes Leben Asanas in allen Variationen und nahm diverse Hilfsmittel dazu zur Hand.

Somit ist Iyengar Yoga eine fordernde Asana-Praxis, die viel Wert auf korrekte Ausführung legt. Hilfsmittel wie Gurte, Blöcke, Kissen und sogar Stühle gehören in der Praxis dazu. 

Jnana Yoga

Yoga des Wissens, der Erkenntnis. Dabei ist nicht intellektuelles Wissen gemeint, nicht das anhäufen von Wissen, sondern die Erkenntniss der letzten Wahrheit die zur Befreiung (Moksha) führt, aus dem Rad der Wiedergeburten befreit werden.Reine, spirituelle Weisheit. Hier handelt es sich um eine geistig ausgerichtete Yogapraxis.

Zitat Mahabharata II,55,1 „Wer nicht erkennt, sondern nur vieles gehört hat, kann den Sinn der Schriften nicht verstehen, so wie ein Löffel nichts vom Geschmack der Suppe weiß."

 

Jivamukti Yoga

Begründer sind  Sharon Gannon und David Life ,1984 in New York

Jiva = Seele , Mukti = Befreiter , gemeint als "Im Leben befreiter" oder " die Befreiung der Seele" . In diesem Yogastil wird, ähnlich wie im Ashtanga Yoga, eine dynamische, fliessende Form der Asanas praktiziert. Verbunden mit Pranayama Übungen, dem rezitieren von Mantren. Es wird fast tänzerisch gearbeitet und mit Musik begleitet. 

 

Kundalini Yoga

Hier gibt es einmal einen Yogastil begründet durch den Sikh-Yoga Meister Yogi Bhajan, Ende der 60er Jahre verbreitet.

Hier sind etwa 50 Asanas in Kombination mit Atemlenkung in oft dynamischer Weise und in vielerlei Variationen praktiziert. Meditation nimmt einen wichtigen Teil ein. Alle Übungen dienen der Steigerung und Erweckung der Lebensenergie, der Kundalini. Oft wird die 'Feueratmung' (Kapalabhati) praktiziert, Mantren aus der Sikh-Tradition rezidiert, eine geistige Heilkunst wird vermittelt und Wert auf yogische Ernährung- und Lebensführung gelegt. Eine Übungsreihe wird Kriya genannt.

 

Generell ist unter 'Kundalini Yoga' eine Praxis zur Erweckung und dem Aufsteigen der Kundalini (Lebenskraft) gemeint. Aus dem Tantrismus stammend, werden Praktiken verwand wie Kriyas (Reinigungsübungen), Asana (Körperübungen), Pranayama (Atemübungen), Mantrenrezitation, Mudras & Bhandas (Energielenkung und Energieverschlüsse) und Visualisierungen. Die am Ende der Wirbelsäule ruhende Kraft der Kundalini, sinnbildlich eine zusammengerollte Schlange, ruht dort und wird  mit Hilfe der Praxis durch die Granthis (Knoten) und Chakren nach und nach aufsteigend gelenkt. Die Voraussetzung zum Aufsteigen der Kundalini ist die Reinheit der Körpers und Geistes. Dies setzt die Reinigung der Nadis voraus. Schließlich mag sich die Kraft mit dem höchsten Bewußtsein vereinen, welches das höchste Chakra am Scheitelpunkt (Sahasrara-Chakra) symbolisiert.

 

Laya Yoga

Durch verschiedenste Meditationsübungen wird die Verschmelzung des individuellen Geistes mit der Allseele angestrebt.

 

Marma Yoga

Begründer Prof. Rocque Lobo. Im Zusammenhang mit Yoga als besonderem Weg der Bewusstseinsschulung und der Selbsterfahrung taucht die Marma-Lehre erstmals in einem der frühesten uns bekannten Hatha Yoga Texten auf, nämlich in der Vashishtha-Samhita entstanden um 1250 n.Chr. (siehe englische Übersetzung durch C.T.Kenghe und G.K.Pai, Kaivalyadhama S.M.Y.M.Samiti, Lonavla, 1969). MarmaYoga sieht sich selbst als die wissenschaftliche Fortentwicklung des klassischen Hatha Yoga. Die Marmas werden als Frühwarnsystem des Menschen aufgefasst. Die Marmapunkte liegen an 107 Stellen des Körpers.

Die Praxis dieses YogaStils zielt auf eine Harmonisierung dieser Marmas und somit eine Gesunderhaltung des Praktizierenden ab.

 

Mantra Yoga (Japa Yoga)

Hier werden Töne, Schwingungen und somit Energien durch die Rezitation von Mantren genutzt, um in die Meditation und somit die Hinführung zu Samadhi (Einheit) zu erlangen.